Veröffentlichst du deine Fotos auf Facebook, Instagram oder Pinterest? Hast du einen eigenen Blog, wo du deine Fotos zeigst? Die Panoramafreiheit regelt, welche Fotos du veröffentlichen darfst. Wir zeigen dir, worauf du achten musst und wo Gefahren lauern.

Sobald du irgendwo Fotos veröffentlichst, solltest du dich vorher darüber informieren, ob du das überhaupt darfst.

Leider gibt es da draußen immer wieder Leute, die teure Abmahnungen verschicken. Einmal ein falsches Foto veröffentlicht und schön können drei- oder sogar vierstellige Beträge fällig werden.

Das lässt sich aber leicht vermeiden und ein Grund dafür ist die Panoramafreiheit. Dieses Gesetz regelt, was du veröffentlichen darfst und was nicht.

Aber was ist die Panoramafreiheit überhaupt und was bedeutet das für uns als Fotografen? Das erklären wir dir in diesem Artikel.

In diesem Artikel geht es um das Veröffentlichen von Fotos, die Gebäude oder Kunstwerke zeigen. Wenn du dich für das Veröffentlichen von Fotos mit Personen drauf interessierst, schau dir diesen Artikel von uns an:

Was regelt die Panoramafreiheit?

Die Panoramafreiheit ermöglicht es dir, im öffentlichen Raum zu fotografieren und diese Fotos zu veröffentlichen, ohne die Urheberrechte einzelner Bauwerke und Kunstwerke beachten zu müssen.

Grundsätzlich liegt das Urheberrecht eines Bauwerks zunächst einmal beim Architekt, bei einer Statue beim Bildhauer und bei einem Kunstwerk beim Künstler.

Nach dem geltenden Urheberrecht dürftest du also prinzipiell keine Fotos von Kunstwerken oder Gebäuden online veröffentlichen oder zum Beispiel als Postkarte verkaufen.

Das deutsche Recht sieht aber mit der Panoramafreiheit eine deutliche Erleichterung für Fotografen vor.

Die Panoramafreiheit besagt, dass Fotos urheberrechtlich geschützter Werke veröffentlicht und vermarktet werden können, sofern sie von öffentlichen Wegen aus fotografiert wurden und sich bleibend an diesem Ort befinden.

Wenn du also ein Foto vom Berliner Reichstag machst, dann darfst du es auch veröffentlichen und verkaufen, solange du es von einem öffentlichen Weg aus fotografiert hast.

Was bedeutet öffentlich?

Friedhof
Wenn du durch eine Tür gehst, ist es nicht mehr öffentlich

Bei der Definition, was denn überhaupt öffentlich bedeutet, wird es schon etwas komplizierter.

In der Regel wird in der Rechtssprechung die Meinung vertreten, dass alle Orte, die ohne Zutrittsbeschränkung betreten werden können, als öffentlich gelten.

Als Faustregel kann man sagen, dass Orte nicht öffentlich zugänglich sind, wenn man Eintritt bezahlen muss oder in irgendeiner Form durch ein Tor oder eine Schranke gehen muss, um das Gelände zu betreten.

Somit fallen durchaus auch Wege unter die Panoramafreiheit, die sich in Privatbesitz befinden, sofern sie frei zugänglich sind.

Grundsätzlich dürfen Fotos urheberrechtlich geschützter Werke nur veröffentlicht werden, wenn sie von einem öffentlich zugänglichen Ort ohne Hilfsmittel fotografiert wurden.

Eine Zuhilfenahme von Leitern oder Drohnen ist somit nicht möglich, auch wenn man sich damit auf öffentlichem Grund befindet.

Leider gibt es auch hier Ausnahmen, aber dazu später mehr.

Was sind bleibende Werke?

Ohne Einverständnis des Urhebers dürfen nur bleibende Werke im öffentlichen Raum veröffentlicht werden. Bleibend sind alle Werke, die nicht nur kurzzeitig in der Öffentlichkeit zu sehen sind. In der Regel ist das bei allen Bauwerken der Fall, aber auch bei den meisten Denkmälern und Statuen.

Als Beispiel dient dieses Bild vom Molecule Men in Berlin. Es handelt sich dabei zweifelsfrei um ein Kunstwerk, das urheberrechtlich geschützt ist. Da es aber dauerhaft in der Spree installiert ist und von öffentlichen Wegen aus fotografiert werden kann, dürfen Bilder davon veröffentlicht und sogar verkauft werden.

Panoramafreiheit in der Fotografie: Das musst du wissen, bevor du Fotos veröffentlichst

Veröffentlichst du deine Fotos auf Facebook, Instagram oder Pinterest? Hast du einen eigenen Blog, wo du deine Fotos zeigst? Die Panoramafreiheit regelt, welche Fotos du veröffentlichen darfst. Wir zeigen dir, worauf du achten musst und wo Gefahren lauern.

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<p id="author-description" class="author-box__text" data-text-standard="Weltenbummler, Reisefotografen, Vollzeit-Blogger und Sonnenkinder. Auf 22places berichten wir von unseren Reisen und geben dir einfach umsetzbare Tipps zum Fotografieren: Mit viel Liebe zum Detail, inspirierend, authentisch und vor allem: immer ehrlich. In unserem Online-Fotokurs zeigen wir dir, wie du selbst ganz einfach wunderschöne Fotos machen kannst.“ data-text-mobile=“Weltenbummler, Reisefotografen, Vollzeit-Blogger, Online-Fotokurs Gründer und Sonnenkinder. Auf 22places berichten wir von unseren Reisen und geben dir hilfreiche Tipps zum Fotografieren.“ style=“border: 0px; margin: 0px 0px 0.75rem; padding: 0px; vertical-align: baseline;“>Weltenbummler, Reisefotografen, Vollzeit-Blogger und Sonnenkinder. Auf 22places berichten wir von unseren Reisen und geben dir einfach umsetzbare Tipps zum Fotografieren: Mit viel Liebe zum Detail, inspirierend, authentisch und vor allem: immer ehrlich. In unserem Online-Fotokurs zeigen wir dir, wie du selbst ganz einfach wunderschöne Fotos machen kannst.

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Sobald du irgendwo Fotos veröffentlichst, solltest du dich vorher darüber informieren, ob du das überhaupt darfst.

Leider gibt es da draußen immer wieder Leute, die teure Abmahnungen verschicken. Einmal ein falsches Foto veröffentlicht und schön können drei- oder sogar vierstellige Beträge fällig werden.

Das lässt sich aber leicht vermeiden und ein Grund dafür ist die Panoramafreiheit. Dieses Gesetz regelt, was du veröffentlichen darfst und was nicht.

Aber was ist die Panoramafreiheit überhaupt und was bedeutet das für uns als Fotografen? Das erklären wir dir in diesem Artikel.

In diesem Artikel geht es um das Veröffentlichen von Fotos, die Gebäude oder Kunstwerke zeigen. Wenn du dich für das Veröffentlichen von Fotos mit Personen drauf interessierst, schau dir diesen Artikel von uns an:

Bilder von Personen veröffentlichen – Das musst du beachten
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Was regelt die Panoramafreiheit?

Die Panoramafreiheit ermöglicht es dir, im öffentlichen Raum zu fotografieren und diese Fotos zu veröffentlichen, ohne die Urheberrechte einzelner Bauwerke und Kunstwerke beachten zu müssen.

Grundsätzlich liegt das Urheberrecht eines Bauwerks zunächst einmal beim Architekt, bei einer Statue beim Bildhauer und bei einem Kunstwerk beim Künstler.

Nach dem geltenden Urheberrecht dürftest du also prinzipiell keine Fotos von Kunstwerken oder Gebäuden online veröffentlichen oder zum Beispiel als Postkarte verkaufen.

Das deutsche Recht sieht aber mit der Panoramafreiheit eine deutliche Erleichterung für Fotografen vor.

Die Panoramafreiheit besagt, dass Fotos urheberrechtlich geschützter Werke veröffentlicht und vermarktet werden können, sofern sie von öffentlichen Wegen aus fotografiert wurden und sich bleibend an diesem Ort befinden.

Wenn du also ein Foto vom Berliner Reichstag machst, dann darfst du es auch veröffentlichen und verkaufen, solange du es von einem öffentlichen Weg aus fotografiert hast.

Was bedeutet öffentlich?

Friedhof
Wenn du durch eine Tür gehst, ist es nicht mehr öffentlich

Bei der Definition, was denn überhaupt öffentlich bedeutet, wird es schon etwas komplizierter.

In der Regel wird in der Rechtssprechung die Meinung vertreten, dass alle Orte, die ohne Zutrittsbeschränkung betreten werden können, als öffentlich gelten.

Als Faustregel kann man sagen, dass Orte nicht öffentlich zugänglich sind, wenn man Eintritt bezahlen muss oder in irgendeiner Form durch ein Tor oder eine Schranke gehen muss, um das Gelände zu betreten.

Somit fallen durchaus auch Wege unter die Panoramafreiheit, die sich in Privatbesitz befinden, sofern sie frei zugänglich sind.

Grundsätzlich dürfen Fotos urheberrechtlich geschützter Werke nur veröffentlicht werden, wenn sie von einem öffentlich zugänglichen Ort ohne Hilfsmittel fotografiert wurden.

Eine Zuhilfenahme von Leitern oder Drohnen ist somit nicht möglich, auch wenn man sich damit auf öffentlichem Grund befindet.

Leider gibt es auch hier Ausnahmen, aber dazu später mehr.

Was sind bleibende Werke?

Ohne Einverständnis des Urhebers dürfen nur bleibende Werke im öffentlichen Raum veröffentlicht werden. Bleibend sind alle Werke, die nicht nur kurzzeitig in der Öffentlichkeit zu sehen sind. In der Regel ist das bei allen Bauwerken der Fall, aber auch bei den meisten Denkmälern und Statuen.

Als Beispiel dient dieses Bild vom Molecule Men in Berlin. Es handelt sich dabei zweifelsfrei um ein Kunstwerk, das urheberrechtlich geschützt ist. Da es aber dauerhaft in der Spree installiert ist und von öffentlichen Wegen aus fotografiert werden kann, dürfen Bilder davon veröffentlicht und sogar verkauft werden.

Der Molecule Man ist zwar ein urheberrechtlich geschütztes Kunstwerk.

Da es aber an einem öffentlichen Ort steht, dürfen wir Fotos davon hier veröffentlichen.

Ein bekanntes Beispiel für ein nicht bleibendes Werk war der verhüllte Reichstag von Christo.

Zwar war der Reichstag von öffentlichen Wegen aus einsehbar, allerdings war das Kunstwerk selbst nur für zwei Wochen sichtbar und somit nicht bleibend.

Fotos des verhüllten Reichstags dürfen somit nicht ohne Weiteres veröffentlicht werden und definitiv nicht verkauft werden.

Molecule Man
Molecule Man, Berlin

Darf ich Fotos aus dem Inneren eines Gebäudes veröffentlichen?

Sobald du ein Gebäude betrittst, verlässt du den öffentlichen Raum. Es gilt also grundsätzlich das Hausrecht des Eigentümers, der dir das Veröffentlichen von Bildern jederzeit verbieten kann.

Bei Museen, Schlössern und anderen Gebäuden mit Publikumsverkehr gibt es in der Regel spezielle Bestimmungen, was veröffentlicht werden darf und was nicht. Meistens findet man dazu auf der Internetseite oder am Eingang Informationen über die genauen Bestimmungen.

Private Nutzung und Veröffentlichung von Bildern wird meistens gestattet, kommerzielle Nutzung in der Regel nicht. Hier musst du dich aber im Einzelfall immer an den jeweiligen Eigentümer wenden.

Was bedeutet kommerzielle Nutzung?

Das ist leider auch eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Unstrittig kommerziell ist es, wenn du Fotos verkaufst, sei es als Poster, Postkarte oder an Zeitschriften und kommerzielle Online-Magazine.

Wenn du Bilder auf deinem privaten Blog veröffentlichst, wird es schon schwieriger. Hast du vielleicht einen Werbebanner auf deinem Blog?

Das könnte schon als kommerziell angesehen werden, auch wenn du dadurch vielleicht gerade mal die Serverkosten decken kannst.

Richtig knifflig wird es bei sozialen Netzwerken. Wenn du Bilder bei Facebook hochlädst, gibst du Facebook die Nutzungsrechte an diesem Foto. Facebook ist aber ein kommerzielles Unternehmen, weshalb es da prinzipiell Ärger geben kann.

Eine pauschale Aussage kann man hier leider nicht geben, denn jedes Gericht wird das im Zweifel anders sehen.

Gilt die Panoramafreiheit auch in anderen Ländern?

Karte EU
Panoramafreiheit in Europa. Lizensiert unter CC BY-SA 3.0 Autor: King of Hearts based on Quibik’s work

Leider gilt die Panoramafreiheit nicht in allen Ländern. Die nebenstehende Karte gibt dir einen Überblick, wie die Rechtslage in Europa ist.

Rote Länder, wie z.B. Frankreich und Italien haben keine Panoramafreiheit. Du darfst hier prinzipiell keine Fotos von urheberrechtlich geschützten Gebäude veröffentlichen.

Grüne Länder, wie z.B. Deutschland haben die Panoramafreiheit. In hellgrünen Ländern gilt diese nur für Gebäude, nicht aber für Kunstwerke im öffentlichen Raum.

Gelbe Länder erlauben die Veröffentlichung nur zu nicht kommerziellen Zwecken.

Die unterschiedliche Rechtslage macht es natürlich nicht einfacher, weshalb durch die EU auch eine Vereinheitlichung angestrebt wird. Wenn wir Pech haben, werden bald alle Länder auf der Karte rot gefärbt.

Darf ich aus Frankreich und Italien also gar keine Bilder veröffentlichen?

Ganz so schlimm ist es nicht. Das Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Bei allen älteren Gebäuden bist du also schon auf der sicheren Seite. Schwieriger wird es bei moderner Architektur der letzten ca. 100 Jahre, wo das Urheberrecht noch gilt.

Allerdings gilt in diesen Fällen das Territorialprinzip. Es gilt also immer das Recht des Landes, in dem du das Bild veröffentlichst.

Bei uns ist das also das deutsche Recht. Du darfst also deine in Frankreich geschossenen Fotos aus dem öffentlichen Raum in Deutschland veröffentlichen, solange du das Bild wirklich nur in Deutschland veröffentlichst.